FAIR IM SPORT • 2. Etappe von Perl nach Junglinster
Bei der zweite Etappe geht es am Morgen Schlag auf Schlag. Wir machen dem 1985 abgeschlossenen völkerrechtlichen Vertrag "Schengener Abkommen" alle Ehre. Wir fahren rund im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxembourg. Unter der Grenzbrücke in Perl verlassen wir Deutschland und besuchen eine kleine Attraktion - der Mini-Eiffelturm in Apach/Frankreich. Die Replik des großen Bruders in Paris ist eine Stiftung eines deutschen Unternehmers im Jahre 2009 und eine Landmarke an der deutsch-französischen Grenze.
Auf unserem kurzen Weg durch die Region Grand-Est (früher Lothringen) sehen wir auf einem Felsvorsprung Sierck-les-Bains eine große Festungsanlage aus dem 11. Jh.; die Burg der Herzöge von Lothringen kann besichtigt werden. Die Route quert die Mosel vor Contz-les-Bains und verläuft nach Norden moselabwärts über die nahe Grenze nach Schengen. Eine Abordnung der Tour war im Jahr 2024 beim olympischen Fackellauf im Dreiländereck zu Ehren des 40. Jahrestages des Schengener Abkommens zugegen.
Kernpunkte des Staatsvertrags aus dem Jahr 1985 sind der Wegfall von Grenzkontrollen, die Sicherung der Außengrenzen und eine gemeinsame Visapolitik und Sicherheitskoordination; Der Schengen-Raum betrifft 25 EU-Länder (ohne Irland und Zypern) sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz.
Fotostopps sind an den Wahrzeichen des Abkommens am Museum, dem Denkmal und dem historischen Unterzeichnungsort, der altehrwürdigen "Princess Marie-Astrid", eingeplant.
Die Radroute folgt der Mosel stromabwärts über eine Strecke von ca. 40 km. Dieser Etappenabschnitt verläuft auf einem toll angelegten Radweg parallel zur Nationalstraße und der Mosel und durchquert vollständig das kleine Weinanbaugebiet "südliche Weinmosel" oder "Obermosel", regionaler Teil der Weinbauregion "Mosel". Hier wird seit der Römerzeit Wein angebaut. Eine alte Rebe ist hier der Elbling, aber auch Auxerrois, Rivaner und Spätburgunder-Weißweine werden hier angebaut.
An der Mündung der Syre in die Mosel unterhalb der Hafenanlage Mertert wird der Moselradweg verlassen. In dem urigen Syretal folgt die Eisenbahn dem Fluss und auch die Radfahrer schlängeln sich unter den Eisenbahnviadukten den Berg hinauf. Ein kurzer Empfang mit einer angekündigten Scheckübergabe findet bei der Firma Annen in Manternach statt. Die Wurzeln des beschauliche Örtchens gehen auf die Zeit der Kelten und Römer zurück; Funde von Hügelgräbern und Dolmen zeugen von der Historie. Im Gegensatz hierzu steht das architektonische Highlight des Ortes und auch der Region. Das Betriebsgebäude der Schreinerei Firma ist eine moderne Kassettenkonstruktion, die aus der Vogelperspektive einem "Gürteltier" ähnelt (Update nach dem Empfang im Tagesbericht!). Als gastronomisches Highlight ist der Mittagstisch im Restaurant "Kachatelier" in diesem Ensemble zu nennen.
Der Radweg verläuft über Wecker nach Betzdorf. Hier ist heute eine lange Mittagspause, denn die Inklusions-Einrichtungen des "Institut St.Joseph" sind heute unser Gastgeber. Sie begrüßen uns mit einem Sommerfest der Einrichtung.
Über die ausgewiesenen Radwege und kleine Straßen erreicht der Tourtross das Centre Polyvalent (Mehrzweckhalle) in Junglinster nach ca. 68 km. Der Ort ist mit seinen prägenden Sendemasten der RTL-Group nicht zu verfehlen.






